Freitag, 31. Januar 2014

Samsung-Google-Deal: Samsung soll Android weniger stark anpassen

Jörn Schmidt | 07:10
Seit ein paar Tagen befindet sich die mobile Welt im Android Universum in einem riesigen Umbruch. Google und Samsung sind ein über 10 Jahre laufendes Cross-Licensing-Abkommen eingegangen, Google hat Motorola nach nur 19 Monaten an Lenovo verkauft und angeblich wird 2015 die Nexus Serie bei Google eingestellt. Sachen, die man erst einmal sacken lassen muss. Jedoch scheinen all diese drei Nachrichten im direkten Zusammenhang zueinander zu stehen.

Das vor ein paar Tagen zwischen Google und Samsung geschlossenen Patent-Abkommen steht plötzlich in einem ganz neuen Licht. Mit dem Verkauf von Motorola wollten die Amerikaner anscheinend Samsung besänftigen. Denn zuviel Einfluss hatte Google mittlerweile als Smartphone-Hersteller. Gleichzeitig machte Samsung mit seinem TIZEN Projekt den Amerikanern ordentlich Druck.


Damit Samsung nicht mit über 60 Prozent Marktanteil bei Android Smartphones Google & Android den Stecker zieht und auf TIZEN umstellt, wurde Motorola kurzerhand verkauft. Gleichzeitig verlang Google jetzt aber von Samsung, dass sie mehr auf das pure Android setzen sollen. Damit dürfte wohl das auf der CES 2014 gezeigte Magazine UX gestorben sein. Diverse Quellen berichten, dass es wohl nie zum Einsatz kommen wird.

Google, Samsung, Android
Außerdem sollen bei Samsung auch wieder die Google Apps in den Vordergrund rücken. Hier hatten die Südkoreaner ja schon für die meisten ein Pendant geschaffen und auf ihren Modellen vorinstalliert. Das passte Google natürlich überhaupt nicht. Jetzt wird es aber spannend, wie sich die Partnerschaft von Samsung & Google auf das zukünftige Software-Design der Südkoreaner auswirkt. Wird man jetzt bei Samsung wieder mehr auf das ursprüngliche Android setzen?

Quelle: Re/Code
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